Spende der Oldies geht wieder nach Ruanda

Es ging um diesen Pokal, den Bernd Hillebrand und Herbert Stockhausen präsentieren, aber es ging auch um die gut gefüllte Spendendose, die Margret Zerres (vorne links) vom Förderverein Hope Nursery School gut gefüllt mitnehmen durfte. Foto Berkenbusch

Beinahe wären die 100er-Marke geknackt worden. Aber nur beinahe, deshalb musste sich der Oldiecup im zehnten Jahr seiner Turniergeschichte mit „nur“ 96 Meldungen begnügen.

Hinter den 96 Männern und Frauen, die in vier Gruppen am Turnier teilnahmen, liegen zehn ereignisreiche und gesellige Tage. Wie gewohnt war die Anlage bei allen Spielen gut besucht, stets wollten viele Zuschauer live dabei sein, wenn Bottroper und Kirchhellener Tennis-„Urgesteine“ im Stadtgarten aufeinandertrafen.

Dank des Sponsors, der Dekra, konnten die Mitspieler schon am Abend der Auslosung eine erste kleine Party feiern: Es gab Currywurst und Freibier. Danach gab es erstmal große Hitze, die von den meisten mit großer Tapferkeit und ja, auch einer Spur Unvernunft, ertragen wurde. Nur wenige Spiele mussten aufgrund der Temperaturen verlegt werden.

Kein Problem für Turnierleiter Bernd Hillebrand, der wieder alle terminlichen Sonderwünsche mit großer Geduld zu erfüllen versuchte. Am Ende hatten fast alle die vorgesehen drei Partien gespielt, und auch diesmal stand am Ende wieder eine Siegergruppe fest. Die Spielerinnen und Spieler von „US Open“ durften sich über den neu angeschafften Wanderpokal freuen.

Ein Pokal für die Mannschaft US Open, die das Turnier gewann. Foto Berkenbusch

Aber wie seit einigen Jahren waren die eigentlichen Gewinner des Abends die Kindergartenkinder der Hope Nursery School in Ruanda. Margret Zerres vom Vorstand des Fördervereins war zur Siegerehrung gekommen und dankte den Oldiecup-Teilnehmern für ihre Bereitschaft, einen Teil des Startgelds für den guten Zweck zu stiften und auf Präsente und Preise zu verzichten. Noch hat die Turnierleitung nicht exakt abgerechnet, aber voraussichtlich wird der Förderverein mit knapp 1000 Euro seinem Ziel, den etwa 130 Kindern in Ruanda statt eines Provisoriums demnächst einen richtigen Kindergarten zu bauen, wieder ein Stück näherkommen. Der Förderverein hat bereits Gelder für Baumaterial überwiesen, der Bau beginn steht kurz bevor. Vielleicht können wir im nächsten Jahr schon erste Baustellenfotos zeigen.

Herbert Stockhausen hat nach zehn Jahren seinen Rückzug als „Festredner“ angekündigt. Er hinterlässt große Fußstapfen. Foto Berkenbusch

Nach der Siegerehrung ließ Herbert Stockhausen in gewohnt humorvoller Art die letzten zehn Turniertage noch einmal Revue passieren, bevor die Tennisspieler zum Buffet eilten, wo ein Spanferkel und viele leckere Beilagen auf die Gäste warteten.

Später gab es dann auch noch Live-Musik, für die Ludger Jaskolla an der Gitarre sorgte. Auch diesmal ließen es sich viele Tennisspieler nicht nehmen, einige bekannte Volkslieder lauthals mitzusingen. Auch das ist inzwischen vom Oldiecup nicht mehr wegzudenken.