Fröhliche Grüße aus Ruanda

Bälle RuandaHerzliche Grüße und ein tolles Foto haben unseren Verein aus Ruanda erreicht. Im Dorf Buyumba spielen die Kindergartenkinder jetzt mit unseren alten Tennisbällen. Jedes Kind hat einen eigenen Ball, das kommt dort förmlich einer Sensation gleich, das ist wie für uns Ostern und Weihnachten an einem Tag.

Es gibt einige Bottroper, die sich für das vom Völkermord an den Tutsi gebeutelten Land engagieren. Eine Vereinsgründung steht bevor, der es vor allem um das Kindergartenprojekt des Presbyterianischen Bischof Dr. Pasqual Bataringaya und seiner Frau Luise geht. Der Geistliche hat in Deutschland studiert und spricht unsere Sprache perfekt. In seiner Heimat ist er sehr aktiv in der Versöhnungs- und Friedensarbeit. Mit seiner Frau engagiert er sich sehr dafür, dass die Kinder und jungen Menschen in Ruanda die Möglichkeit haben, durch Bildung ihr zukünftiges Leben besser gestalten zu können. Luise hat daher in ihrem Heimatort das Kindergarten-Projekt gestartet.

Kita heißt dort: In einem dürftig ausgestatteten Raum werden täglich 60 Kinder zwischen drei und sechs Jahren aus sehr einfachen Verhältnissen von drei engagierten Frauen betreut und gefördert. Diese Kinder erhalten ein Porridge, das täglich aus dem ruandischen Sogo zubereitet wird. Für viele Kinder die erste Mahlzeit am Tag. Die „Lohn- und Lebensmittelkosten“ für die Brei-Herstellung betragen ca. 100 Euro im Monat. Es ist schwer genug, dieses Geld jeden Monat aufzubringen, da bleibt für die Anschaffung von Spielzeug kaum was übrig. In Buyumba wird improvisiert, und deshalb ist unsere Ballspende, die Bischof Pasquale neulich bei einem Deutschlandbesuch in jede freie Ecke seines Gepäcks gestopft hat, umso begeisterter aufgenommen worden.

Geldspenden der Bottroper Freunde haben inzwischen ermöglicht, ein Grundstück für den Neubau einer Kita zu erwerben. Jetzt soll auch noch der Bau ermöglicht werden. Und wir werden weiterhin Tennisbälle sammeln. Eine gebrauchte Filzkugel kann für ein Kind in Ruanda das erste eigene Spielzeug bedeuten, das es mit niemandem teilen muss. (pb)

 

 

 

 

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