Regelkonform, aber armselig

Platzanlage (1)Es war einmal… eine junge Herrenmannschaft, die glaubte an sich, an Fairplay und an das Gute im Gegner. Dann kamen der letzte Spieltag, ein Einspruch beim Verband – und die Jungs in der Realität an. Und das kam so:

Beim Heimspiel gegen den TC Heide wollten die 3. Herren den Aufstieg klarmachen. Freundschaftlich ging es zu zwischen den Jungs aus dem Stadtgarten und denen aus Fuhlenbrock, die keine Chancen mehr auf den Aufstieg hatten.  Schon vor der Begegnung am Sonntag, als die Fuhlenbrocker darum baten, einen der sechs Spieler später antreten zu lassen, weil der beruflich noch unterwegs sei und erst 30 bis 45 Minuten nach dem offiziellen Spielbeginn auf der Anlage sein könne.  Die Mannschaftsführer schrieben also die Spieler in den Spielbericht (ohne Namen, aber mit ihren Nummern in der Meldeliste), wegen des drohenden Regens gingen fünf Paarungen einvernehmlich  um 14.30 Uhr  gleichzeitig auf die Plätze.

Alles hätte gut gepasst, wenn unser Team nicht aus Schusseligkeit  seine Nummer 3 gegen die Nummer 4 der Gäste ins Rennen geschickt hätte. Die Anreise der Nummer 3 verzögerte sich, der Einzelspieler kam eineinhalb Stunden nach „Anpfiff“ auf der Anlage an. „Sorry, für die Verspätung.“ „Kein Problem.“ Ein harmonischer Spieltag nahm seinen Verlauf. Niemand hat gemerkt, dass unsere Nummer 4 gegen die Nummer 3 aus Heide spielte.

Unsere Jungs haben die Begegnung gewonnen, der Aufstieg schien perfekt. Dann die Nachricht vom Verband: Der TC Heide hat Einspruch gegen die Wertung eingelegt, weil zwar richtig aufgeschrieben, aber falsch gespielt worden sei. Stimmt. Darüber freuen sich jetzt erst einmal die Konkurrenten aus Borbeck, denn die profitieren als einzige von dem Fuhlenbrocker Schachzug.  Ob unsere Jungs noch eine Chance bekommen, entscheidet der Verband.

Den Verantwortlichen des TC Heide bleibt die armselige Schadenfreude – und ihrer Herrenmannschaft der Verbleib in der Bezirksklasse C. Unsere Jungs werden künftig besser aufpassen und zu guter Nachbarschaft eine ganz eigene Meinung entwickeln.

Petra Berkenbusch

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